bokel_01Der Spielmannszug war vom 8-11.10.2010 auf Wochenendfahrt in Bremen-Bokel

In zwei Etappen brach der Spielmannszug am 08.10. auf ins Schullandheim nach Bokel.

Diejenigen, die etwas eher gestartet waren, ließen sich zunächst einmal im überraschend schönen Schullandheim herumführen. Na klar, die Betten waren so, wie man sie in einem Schullandheim erwartet – Matratze auf Sperrholz im Doppeldecker – aber die Gemeinschaftsräume und vor allem der große Garten mit dem schönen Spielplatz waren eine wirklich positive Überraschung!

Sodann wurden Zimmer verteilt, und kaum war ein Teil der Gruppe zum Einkaufen verschwunden, kam auch schon der Rest der Reisenden an, und so wurde erstmal ausgepackt und alles erkundet.

Nachdem wir uns mit Hamburgern und Salat gestärkt hatten, hieß es: Die Spiele sind eröffnet! Dank Ninas umfangreichem Schatz an Gruppenspielen amüsierten sich Groß und Klein bei Spielen wie „Klofangen“, „Lauf Hase sitz Hase“ oder auch dem „kotzenden Känguru“.
Besonderen Anklang fand bei den Kindern natürlich auch das große Klettergerüst, das auch bei Dunkelheit in Beschlag genommen wurde.
Die „Großen“ ließen den Abend ebenfalls spielerisch ausklingen und verwandelten sich für eine Nacht in Werwölfe, Dorfbewohner, Hexen und Seher.

Am Samstag machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf nach Bremerhaven ins Klimahaus. Dort werden die Klimazonen der Erde möglichst originalgetreu nachgebildet, so riecht es zum Beispiel im Kuhstall in den Alpen tatsächlich nach Kuh, und in der Wüste schwitzt man ebenso sehr, wie man in der Arktis friert!
Kurzum: Es gab viel zu entdecken, und so war dieser Ausflug nicht nur lehrreich, sondern hat auch allen, groß wie klein, viel Spaß gemacht!
Nach einem kleinen und weniger guten Mittagessen im Klimahaus ging es zurück nach Bokel, wo Arbeit auf dem Plan stand. Wir hatten uns nämlich vorgenommen, 3 neue Laternelieder und ein neues Weihnachtslied zu lernen, und so war die Luft bald mit mehr oder weniger sauberen Flötentönen und Trommelschlägen erfüllt.
Zum Abendessen gab es dann Hot Dogs und Wackelpudding – eine Mischung, die vor allem bei den Kleinen gut ankam! Ebenso wie das Stockbrot, das dank des durchgehend guten Wetters bei Einbruch der Dunkelheit über dem Lagerfeuer gebrutzelt wurde.
Der Abend klang so aus wie auch schon der zuvor – mit allerlei Gesellschaftsspielen, die keine Langeweile aufkommen ließen.

Sonntag ging es bei strahlender Sonne ans Wasser. ¾ des Tages verbrachten wir an einem sehr hübschen Strand an der Weser in Sandstedt. Dort erlebten wir Ebbe, die Kinder buddelten fleißig im Watt – und zwei wurden regelrecht von der Erdanziehung niedergerissen. 🙂
Zur Belohnung kam dann aber auch noch die Flut zum Waschen. Ein Paradies für die Kinder, aber auch den Erwachsenen wurde nicht langweilig. Sie gestalteten das Picknick, lagen in der Sonne am Strand oder fanden sich auf der Strandterrasse des Kaffees wieder.

Am Nachmittag ging es mit Nudelhunger zurück. Den Wald machen wir an diesem Abend auch noch unsicher. Dort war aber Teamarbeit gefragt, denn dank Ninas unerschöpflichem Ideenreichtum sahen wir uns ungewöhnlichen Aufgaben gegenübergestellt. Gemeinsam wurden Kugelbahnen aus Naturmaterialien gebaut, ein Ei wurde mit Waldgegenständen so verpackt, dass es einen hohen Sturz aushielt, und was keiner zu schaffen glaubte: Der GANZE Spielmannszug schaffte es, gemeinsam unter einem schwingenden Seil durchzulaufen! Wir sind eben einfach ein super TEAM.

Am Abend konnten wir die Finger wieder nicht von der Musik lassen! Es war Gruppen-Singstar angesagt! Durch sämtliche Musikstile sang sich der Spielmannszug wacker hindurch, und wer weiß, vielleicht wurde ja der ein- oder andere kleine Star geboren?

Am Montag hieß es nur noch: Frühstücken, packen, aufräumen und Abschied nehmen – durchaus mit einem weinenden Auge, denn allen hatte das Wochenende sichtlich gefallen.
Diejenigen, die nicht von Bokel aus in einen weiteren Urlaub starteten oder aus gesundheitlichen Gründen schnell Richtung Heimat sausten, legten in Bremen noch einen Zwischenstopp ein. Dort angekommen – und die Parkproblematik bewältigt – stand natürlich erstmal der obligatorische Besuch der Bremer Stadtmusikanten auf dem Programm. Daraufhin schlenderte die Gruppe zu einem gemütlichen Restaurant, wo das gemeinsame Mittagessen verspeist wurde.
Danach hatte jeder „frei Schnauze“ ein bisschen Zeit, sich in Bremen umzuschauen – und ob nun im Weihnachtsladen oder der Bonbonmanufaktur, es kam ein jeder auf seine Kosten!
Nach dem gemeinsamen Rückweg zu den Autos hieß es jetzt auch für den Rest von uns Abschied nehmen, denn von hier aus wollte jeder direkt nach Hause fahren.

Fazit: Die Reise hat sich gelohnt! Jederzeit wieder mit euch!!!

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